Tiertransport grenzenlos

Leder für Deutschland, Niemcy 2020

Wir sind Großabnehmer von Schuhen, deren Leder aus der Türkei stammt, gefertigt aus der Haut deutscher Tiere – die da wegen der miserablen Transport- und Schlachtbedingungen gar nicht sein dürften.

  • Gatunek: Tiere

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  • Manfred Karremann Autor

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Wir sind Großabnehmer von Schuhen, deren Leder aus der Türkei stammt, gefertigt aus der Haut deutscher Tiere – die da wegen der miserablen Transport- und Schlachtbedingungen gar nicht sein dürften. Trotzdem finden sich nicht nur in Schlachthöfen in der Türkei, sondern auch in Ländern wie dem Libanon und Libyen Tiere, die ursprünglich aus Deutschland stammen. Manfred Karremann folgt ihren Spuren.

Nicht immer wissen die Käufer von Lederwaren, woher das Leder stammt. In dem "37°"-Film spürt Autor Manfred Karremann die verschlungenen Wege der Tiertransporte auf. Deutschland ist ein Hauptabnehmer von Schuhen, deren Leder aus der Türkei stammt. Gefertigt werden sie auch aus der Haut deutscher Tiere. Und das, obwohl die Exporte von Rindern unter anderem in die Türkei inzwischen stark eingeschränkt oder verboten wurden. Der Grund ist, dass die Transport- und Schlachtbedingungen nicht akzeptabel waren. Trotzdem finden sich nicht nur in Schlachthöfen in der Türkei, sondern auch in Ländern wie dem Libanon und Libyen Tiere, die ursprünglich aus Deutschland stammen. Und das geht so: Ahnungslose Landwirte verkaufen Kälber an einen Händler. Der verkauft sie weiter. Oft gehen die wenigen Wochen alten Tiere anschließend direkt in eine Mast in Länder wie Spanien. Kaum gemästet, sind die deutschen Rinder auf dem Weg in den Nahen Osten oder nach Nordafrika. Aber auch Milchkühe, die zur Zucht exportiert wurden, finden sich in den Schlachthöfen, so die investigativen Recherchen von Manfred Karremann. In einem Fall wurden sogar schwangere Kühe als Zuchttiere ordnungsgemäß aus Bayern nach Osteuropa transportiert. Von dort aber dann nahtlos mit anderen Papieren als Schlachtvieh nach Spanien gekarrt und auf ein Schiff mit Ziel Libyen verladen. Doch: Auch legale Wege führen noch immer aus Deutschland in sogenannte Drittländer. Einfach, indem Rinder aus einem Bundesland mit Exportverbot in ein anderes ohne diese Beschränkung verschoben und von dort ausgeführt werden. Weil sie billig sind, werden daneben Hunderttausende Rinder aus Brasilien in den Nahen Osten und die Türkei transportiert - die Exporte erreichen Rekordzahlen. Oft sind die Frachter aus Südamerika mehr als drei Wochen unterwegs, für die Tiere eine Tortur. Nicht selten wurde für ihre Mast Regenwald abgeholzt. Unzählige Schiffe verpesten Luft und Wasser für solche Lebend-Transporte. Vor allem in der Türkei zu Leder verarbeitet, kommt die Haut dieser Tiere oft auch nach Deutschland. Leder sei nur ein Abfallprodukt aus der Schlachtung, so meinen viele. Doch das stimmt nur zum Teil: Millionen Schuhe, Gürtel und Lederjacken sind auch Teil der Wertschöpfung. Eben nicht nur Fleisch, sondern auch Leder kann aus Tierquälerei stammen, für den Menschen giftig sein und sogar das Klima schädigen. Die "37°"-Sendung steht am Sendetag ab 22.15 Uhr in der ZDFmediathek zur Verfügung.

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